Ein Hauch von Fußball-WM
Zu einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der SG Baar/Herresbach wurde das Fußballfreundschaftsspiel gegen die A-Nationalmannschaft des afrikanischen Landes Republik Kongo.
Nach harter Gegenwehr mußte sich die Mannschaft der SG den afrikanischen Ballzauberern geschlagen geben. Doch das Ergebnis war Nebensache.
Die Begegnung mit den Fußballern vom schwarzen Kontinent und die dabei geschlossenen freundschaftlichen Kontakte standen im Mittelpunkt des anschließenden Treffens im RWE-Bildungszentrum Wanderath.
Das gemeinsame Erinnerungsfoto der SG-Spieler mit der Kongo-Nationalmannschaft wird künftig einen Ehrenplatz im Trophäenschrank der SG haben.
Zu dem Fußballgeschenk gekommen ist unsere SG wie die Jungfrau zum Kind:
Weil die Afrikaner auf die schnelle keinen Gegner für ein Vorbereitungsspiel fanden, nutzte ihr Trainer seine Verbindung zur RWE Energie Hauptverwaltung Essen, deren Leiter für Öffentlichkeitsarbeit die Möglichkeit Wanderath mit dem RWE-Bildungszentrum ins Spiel brachte. Dort wiederum nutzte Bildungszentrumsleiter Alfred Portugal seinen kurzen Draht zu den örtlichen Fußballverantwortlichen und das Spiel war perfekt.
Spielerisch war zu Beginn gar kein großer Unterschied zwischen der A-Nationalmannschaft aus dem Kongo und der SG Baar/Herresbach zu erkennen. Die SG hatte mit Erasmus Jean zwar einen eigenen schwarzen Akteur in ihren Reihen, aber gleich ein ganzes Team afrikanischer Kicker - zudem noch eine Nationalmannschaft - war doch ebenso ungewöhnlich wie der ofizielle Bus des Deutschen Fußballbundes, mit dem das Team nach Wanderath gekommen war.
Trotzdem hielt sich der Besucheandrang in Grenzen. Bis zur zwischenzeitlichen 1:0 Führung per Elfmeter durch Erasmus Jean blieb es bis zur 61. Minute beim Unentschieden.
Die Kongolesen spielten schön, zum Teil etwas kompliziert und nicht zielstrebig genung, gingen viel über die Flügel, flankten aber schwach. Doch die Mängel im Spiel der Nationalkicker nutzten der SG nicht mehr viel. In den letzten Minuten der Begegnung fielen die Tore im Minuten-Rhythmus bis zum Endstand von 5:1.
Sigi Obliers, Trainer der SG, war trotzdem zufrieden:
"Sie waren speilerisch, konditioneil und technisch überlegen, doch es war ein ansehnliches Spiel. Wir haben uns ganz achtbar aus der Affäre gezogen."
Nach dem Spiel begaben sich die Fußballer und die verantwortlichen ins RWE-Bildungszentrurn zum gemütlichen Beisammensein. Bildungszentrumsleiter Alfred Portugal mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitaitarbeiter gaben der gelungenen Veranstaltung einen würdigen Abschluß.
Von dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön.